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Das Leben kann so schön sein / Wenn das Wetter danach ist. / Weil man in der Sonne / Seine Sorgen schnell vergisst. / Man sitzt auf einer Parkbank / Fühlt sich fast wie ein Tourist. / Das Leben kann so schön sein / Wenn das Wetter danach ist. (Farin Urlaub: IFDG)
Das Wetter kann ja immer ein Thema sein und mal ehrlich: Wie oft haben Sie in den letzten Wochen zu jemanden gesagt, wie sehr Ihnen Regen, Kälte und grauer Himmel auf den Keks gehen? Na also. Aber bevor mir nun jemand unterstellt, ich ziele mit der Wettervorhersage auf einen Moderator ab, der gerade in den Boulevardmedien durch den Matsch gezogen wird, nein! Vielmehr hoffen wir, dass bis Dienstag sich das Wetter nochmal drehenwird. Schließlich fangen dann die Proben für das Hofspektakel an, die bei dieser Wetterlage doch auch weniger Spaß machen dürften. Ich freue mich schon: Schließlich finden die Proben direkt vor dem Bürofenster von Theaterpädagogik und Dramaturgie statt und ich bin somit immer auf dem neusten Probenstand. Momentan sehe ich, wenn ich hinausblicke allerdings eine rote Plane, die das Bühnenbild vorm Regen schützt und die unserem Glasgang ein ganz außergewöhnliches Licht macht. Das begeistert vor allem Schulklassen auf Theaterführung, dieser “Feuertunnel”.
Aber das kann ja alles noch klappen. REINEKE FUCHS beginnt schließlich mit einem Pfingstfest, bei dem der Himmel festlich heiter und die Erde farbig glänzt. Also schon einmal von dieser Stelle aus: Ein frohes Pfingstfest! (ts)
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Beim Bauhaus denken wir heute eher an eine große Baumarktkette. Doch viel spannender als das dortige Sortiment – und ungleich einflussreicher – ist das historische Bauhaus. 1919 in Weimar gegründet, dann nach Dessau weitergereist und schließlich in Berlin als eine der ersten Institutionen von den Nationalsozialisten geschlossen. Das ist alles für die Kunsthistoriker unter uns nicht sonderlich neu, zwei Aspekte, die ich bis Samstag nicht kannte, möchte ich hiermit kundtun.
Zum einen habe ich endlich herausgefunden, was denn eine Wurfpuppe ist. So hat Marianne die Puppenart benannt, die in der evangelischen Grundschule in unserem Jahresprojekt DIE ERSCHAFFUNG DER WELT IN M Verwendung findet und so aussieht, wie auf nebenstehendem Bild. Die Puppen sind aus Jutebeuteln genäht und mit Erbsen gefüllt, schließlich gibt es die Geschichte, die Welt sei aus einer Kiste Erbsen entstanden. Der Typus Puppe begegnete mir in anderer Form im Bauhaus-Museum in Weimar, als eine längliche Puppe aus vermutlich Garn mit menschlichen Gliedmaßen und Holzkugeln an allen Enden der Extremitäten. Natürlich habe ich mir nicht aufgeschrieben, wem wir diese Puppen zu verdanken haben. Im Museum lagen sie jedenfalls in der Vitrine für Kinderspielzeug – wurde dann aber, vielleicht auf Grund seiner begrenzten Möglichkeiten, nicht in Serie gebaut. Aber keine Angst: Die Wurfpuppen können von den Schülern animiert noch ganz andere Sachen, als hingeworfen werden.
Und noch etwas anderes habe ich herausgefunden: Das Bauhaus emigirierte mit seinen Meistern. Unter anderem ging László Moholy-Nagy nach Chicago und gründete dort das New Bauhaus, heute als Institute of Design weitergeführt. Und links sehen wir, wie das heute aussieht (das Foto stammt vom gestrigen Sonntag Nachmittag – nein, ich war nicht selbst dort).
Nach diesem kleinen Exkurs zum Bauhaus, seinen Produkten und seiner Geschichte widmen wir uns dann wieder morgen der Erschaffung des Theaterstücks, das bei den KinderKulturTagen seine Premiere feiern wird. (ts)
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“Was heißt Vegetieren? Nichtstun, mit seinen komplexen Gesetzen.” Luc Bondy schreibt es zumindest so in seinem Roman “Am Fenster”, in dem ein älterer Mann am Fenster und in seiner Wohnung sitzend eben genau dieses macht: Vegetieren. Das Nichtstun ist offenbar ein sehr ergiebiges Feld: 2001 tat ein Dorf in Oberösterreich einfach mal eine Woche lang nichts. Der Ruf danach, einfach mal nichts zu machen, ist mindestens genauso laut wie die Warnung davor, dass beim Nichtstun das Gehirn schrumpfe.
“Vegetieren heißt auch, auf etwas warten, wo nichts zu erwarten ist.” Worauf wohl Marlene Dietrich in ihrer Pariser Wohnung wartete. Sicher nicht auf Leni Riefenstahl – aber vielleicht doch auf ein Engagement? Auf Gesundung? Auf den Tod? Der Zustand des Wartens ist dem des Vegetierens vielleicht gar nicht so unähnlich, vielleicht sind es ja Geschwister.
Irgendwann wächst sich das Nichtstun dann in eine Lethargie aus. Vielleicht kann man diese sogar genießen – so wie die Großmutter zu oben genannten älteren Mann. Vielleicht hängt das aber auch vom Standpunkt ab, den man gerade in seinem Leben einnimmt. Ich könnte mir vorstellen, dass es schwieriger ist, lethargisch zu sein, wenn man auf die Früchte des Lebens bereits zurückblickt. Dann bleiben nicht die tollen Pläne, die man zumindest in der Fantasie macht… (ts)





